Rohstoffe
Holz für die Konstruktion, Zellulose für die Dämmung, Lehm im Innenraum: Wir wählen Materialien passend zu ihrer Aufgabe.
Holz bewusst einsetzen, vorhandene Substanz erhalten und Konstruktionen sorgfältig planen. Wir verbinden die Materialwahl mit sauberer Ausführung und denken Wartung, Reparatur und Rückbau von Anfang an mit.
Der Rahmen
Vom Tragwerk bis zur Dämmung hat jedes Material seine Aufgabe. Wir zeigen, welche Werkstoffe wir einsetzen, wie sie verarbeitet werden und worauf wir bei Planung und Ausführung achten.
Holz für die Konstruktion, Zellulose für die Dämmung, Lehm im Innenraum: Wir wählen Materialien passend zu ihrer Aufgabe.
Wir stimmen Wärmeschutz, Feuchteverhalten und Anschlüsse aufeinander ab, vom Tragwerk bis zur äußeren Schicht.
Mit zugänglichen Anschlüssen und trennbaren Schichten lässt sich schon heute an Wartung, Reparatur und Rückbau denken.
Prinzipien
Ein Dach im Bestand stellt andere Anforderungen als ein neuer Anbau. Wir sehen uns das Gebäude und seine Nutzung an. Darauf stimmen wir Materialien, Schichten und Verbindungen ab.
Wir planen Tragwerk, Dämmung und Beplankung zusammen. An Fugen und Übergängen arbeiten wir die Details aus, die diese Schichten verbinden.
Wärme, Feuchte, Schall und sommerlicher Hitzeschutz gehören in dieselbe Planung. So entsteht aus der Materialwahl ein Aufbau, der zum Gebäude und seiner Nutzung passt.
Wir berücksichtigen lösbare Verbindungen und die Zugänglichkeit der Bauteile. Dokumentierte Materialien helfen später bei Reparaturen und der Entscheidung über eine weitere Nutzung.
Materialauswahl
Diese Werkstoffe gehen durch unsere Hände: die ESB-Platte als Beplankung und Aussteifung, Lehmbauplatten auf Anfrage. Die losen Dämmstoffe folgen im nächsten Abschnitt. Materialien, die zum Thema gehören, aber in andere Gewerke fallen, stehen getrennt unter „Materialkunde“.
ESB (Elka Strong Board) ist eine Spanplatte, die wir für Beplankungen und zur Aussteifung einsetzen. Nach Herstellerangaben wird dafür frisches Nadelholz ohne Altholz verwendet.
Plattentyp und Stärke wählen wir passend zu Belastung und Feuchtebeanspruchung. Dabei berücksichtigen wir die Emissionsangaben der jeweiligen Variante: esb Standard und esb Plus unterscheiden sich darin. Die Variante esb Plus P5 trägt im Dickenbereich 9 bis 30 mm den Blauen Engel. Produkteintrag beim Blauen Engel.
Auf einen Blick
Führen wir aus
Lehmbauplatten bringen Lehm im Trockenbau an Wände und Decken. Die Montage übernehmen wir auf Anfrage; Putz und Oberfläche führt der Stuckateur aus.
Lehm kann Luftfeuchte aufnehmen und wieder abgeben. Wie stark dieser Effekt ausfällt, bestimmen unter anderem die Fläche, der Plattentyp und die Oberfläche. Das Plattensystem stimmen wir auf den Innenausbau ab, einschließlich einer geplanten Wandheizung sowie der Anforderungen an Schall- und Brandschutz.
Auf einen Blick
Auf Anfrage
Einblasdämmung
Mit Einblasdämmung füllen wir geeignete Hohlräume in Dach, Wand und Decke. In Tübingen, Reutlingen und Umgebung sowie im südlichen Raum Stuttgart arbeiten wir überwiegend mit Zellulose; Holzfaser und Stroh bieten wir auf Anfrage an. Produkt, Einblasdichte und Verfahren stimmen wir auf das jeweilige Bauteil ab.
Zum Brandschutz gehört der gesamte Aufbau: Dämmstoff, Beplankung, Bekleidung und Anschlüsse werden gemeinsam geplant und nachgewiesen. Die Brandklasse des Dämmstoffs ist dabei eine der Grundlagen.
Zellulose ist unser Standard für die Einblasdämmung. Der Dämmstoff besteht aus aufbereitetem Zeitungspapier und produktabhängigen Zusätzen. Wir blasen ihn selbst in die vorbereiteten Hohlräume ein.
Zuerst schließen wir die Gefache und bereiten die Einblasöffnungen vor. Anschließend bringen wir die Zellulose in der für Produkt und Bauteil vorgesehenen Dichte ein, dokumentieren die Einblasdichte und verschließen die Öffnungen wieder. Der lose Dämmstoff füllt die Gefache ohne Zuschnitt von Dämmplatten. Besondere Anforderungen an das Material stimmen wir vorab mit Ihrer Fachplanung ab.
Auf einen Blick
Unser Standard
Holzfaserdämmstoffe gibt es als lose Einblasdämmung und als feste Platten. Beide Formen haben eigene Einsatzbereiche und Verarbeitungsvorgaben.
Für Hohlräume kommt ein passendes Einblasprodukt zum Einsatz, für andere Anwendungen eine dafür vorgesehene Platte. An verputzten Fassaden gehören Dämmplatte und Putz zu einem abgestimmten System. Beim sommerlichen Hitzeschutz betrachten wir den gesamten Aufbau zusammen mit Fenstern, Verschattung und Lüftung.
Auf einen Blick
Auf Anfrage
Aus aufbereitetem Stroh entstehen Einblasdämmstoffe für geeignete Hohlräume. Auf Anfrage klären wir, welches Produkt und welcher Aufbau zu Ihrem Vorhaben passen.
Die Auswahl richtet sich nach der vorgesehenen Anwendung sowie den Anforderungen an Wärme-, Feuchte-, Schall- und Brandschutz. Einbaudichte und Verarbeitung stimmen wir auf das konkrete Produkt ab. Stroh enthält biogenen Kohlenstoff, der während seiner Nutzung im Material gebunden bleibt. Die Dauer dieser Bindung hängt von der späteren Nutzung und Verwertung ab.
Auf einen Blick
Auf Anfrage
Materialkunde
Lehm- und Kalkputze ergänzen den Innenausbau. Auswahl und Verarbeitung übernimmt der Stuckateur oder Lehmbauer. Wir stimmen Untergründe und Übergänge unserer Holzbauteile mit dem ausführenden Gewerk ab.
Lehmputz bildet die Oberfläche von Wänden und Decken im Innenraum. Der Stuckateur oder Lehmbauer stimmt Produkt und Schichtdicke auf den Untergrund ab.
Eine geeignete Lehmputzoberfläche kann Luftfeuchte aufnehmen und wieder abgeben; Fläche und Beschichtung beeinflussen diese Wirkung. Wenn Sie Lehmputz wünschen, bereiten wir die Untergründe und Anschlüsse unserer Bauteile in Abstimmung mit dem ausführenden Gewerk vor.
Auf einen Blick
Nicht unser Gewerk
Kalkputz ist eine weitere Möglichkeit für verputzte Oberflächen. Der Stuckateur wählt das Putzsystem passend zum Untergrund und zur Nutzung aus.
Bindemittel, Zuschläge und Zusätze unterscheiden sich je nach Kalkputz. Wir stimmen die Übergänge zwischen Holzbauteilen und Putzflächen mit dem Stuckateur ab. Bei einer Sanierung gehört dazu auch ein Blick auf den Untergrund: Vor dem Verputzen werden vorhandene Feuchteschäden und ihre Ursachen behoben.
Auf einen Blick
Nicht unser Gewerk
Kreislaufwirtschaft
Ein Bauteil wird eingebaut, genutzt und gewartet. Irgendwann stehen Reparatur, Umbau oder Rückbau an. Zugängliche Anschlüsse und trennbare Schichten erleichtern diese Arbeiten. Für eine spätere Wiederverwendung zählen der Zustand und die Zusammensetzung des Materials.
Produkte nach ihrer Eignung für das Bauteil auswählen und Zusammensetzung sowie verfügbare Nachweise berücksichtigen.
Schichten so kombinieren, dass Feuchte, Wärme, Schall und Brandschutz gemeinsam funktionieren.
Fugen, Anschlüsse und Hohlräume passend zum System herstellen und die Verarbeitungsvorgaben beachten.
Zugängliche Details erleichtern Wartung und Reparatur. Feuchteschutz und regelmäßige Kontrolle helfen, Schäden früh zu erkennen.
Trennbare Schichten und lösbare Anschlüsse einplanen, soweit die Anforderungen des Bauteils dies zulassen.
Baupraxis
Die Materialwahl ist nur ein Teil. Entscheidend ist, wie sie im Gebäude arbeitet: am Dach, in der Fassade, im Bestand und im Innenraum.
Hier zählen geringes Gewicht, Hitzeschutz und saubere Anschlüsse. Holzbau mit Zellulose oder Holzweichfaser kann bestehende Gebäude schonend erweitern.
Wir planen Dämmung, Luftdichtung und Wetterschutz zusammen. Besondere Aufmerksamkeit gilt den Übergängen an Fenstern, Dach und Sockel.
Am Anfang steht der Bestand: Welche Bauteile können bleiben, welche brauchen eine Reparatur? Geeignete vorhandene Hohlräume lassen sich mit Einblasdämmung nutzen.
Für den Innenausbau berücksichtigen wir die Emissionsangaben der ausgewählten Produkte. Materialwahl und Lüftung gehören dabei gemeinsam in die Planung.
Erneuerbare Energien
Bei Dacharbeiten lässt sich die Photovoltaikanlage frühzeitig mitplanen: Dachfenster, nutzbare Flächen und Anschlüsse werden zusammen betrachtet. Die Montage übernehmen wir selbst. Netzanschluss, Anmeldung und bei Bedarf die Beratung erledigen feste Partner in unserem Auftrag. Für Sie bleibt es ein Ansprechpartner und eine Rechnung.
Photovoltaik ergänzt die Gebäudehülle: Module, Unterkonstruktion und Verkabelung sind bei uns Teil der Dacharbeiten, nicht nachträgliches Zubehör.
Direkt genutzter Strom aus der Photovoltaikanlage verringert den Strombezug aus dem Netz. Wie viel Sie selbst nutzen können, hängt unter anderem von Anlagengröße, Ausrichtung und Ihrem Verbrauch ab.
Elektroanschluss, Netzanmeldung und bei Bedarf die Fachberatung erledigen feste Partner in unserem Auftrag. Abwicklung und Abrechnung laufen über uns.
Förderung und Nachweise
Je nach Vorhaben können Zuschüsse, Förderkredite oder eine Steuerermäßigung infrage kommen. Die Übersicht dient der ersten Orientierung. Voraussetzungen und Umfang richten sich nach dem jeweiligen Verfahren. Förder- und Steuerberatung übernehmen die zuständigen Fachleute; wir liefern die vereinbarten Unterlagen zu unseren Arbeiten.
Für die Dämmung von Dach, Außenwand oder Geschossdecke kann eine Förderung infrage kommen. Maßgeblich sind die aktuellen technischen Anforderungen, Antragsbedingungen und Vorgaben zum Vorhabenbeginn. Förderübersicht der BAFA (PDF).
Für energetische Maßnahmen an selbst genutztem Wohneigentum kann unter den gesetzlichen Voraussetzungen eine Steuerermäßigung infrage kommen. Ob dieser Weg für Ihr Vorhaben geeignet ist und welche Bescheinigungen nötig sind, klärt Ihr Steuerberater. Voraussetzungen nach § 35c EStG.
Das KfW-Programm 261 fördert Sanierungen zum Effizienzhaus. Kreditumfang und Tilgungszuschuss richten sich nach Förderstufe und Programmvoraussetzungen. Die Nachweise für das Gebäude erstellt Ihr Energie-Effizienz-Experte. KfW-Programm 261.
So heißt das KfW-Programm 297/298 für den Neubau von Wohngebäuden. Es umfasst unterschiedliche Förderstufen, darunter eine Stufe mit Qualitätssiegel Nachhaltiges Gebäude (QNG). Welche Voraussetzungen erfüllt werden müssen, prüft die zuständige Fachplanung. KfW-Programm 297/298.
Produktdatenblätter beschreiben Eigenschaften und Verarbeitung. Umweltzeichen belegen bestimmte Kriterien des ausgezeichneten Produkts, EPDs liefern Umweltbilanzdaten. Produktdatenbanken helfen bei der Recherche. Für die Auswahl betrachten wir die Unterlagen der Materialien, die in Ihrem Bauteil eingesetzt werden.
Fragen
Die häufigsten Fragen zu Kosten, Kreislauf, Feuchte und Materialentscheidung kompakt beantwortet.
Zum Materialpreis kommen Menge, Verarbeitung und Anschlüsse. Auch spätere Wartung und Reparaturen spielen eine Rolle. Wir betrachten deshalb den gesamten Aufbau und besprechen mit Ihnen, welche Ausführung zu Ihrem Budget und Vorhaben passt.
Trennbare Schichten, dokumentierte Materialien und lösbare Verbindungen helfen beim Rückbau. Welche Teile sich danach weiterverwenden oder verwerten lassen, entscheidet sich anhand ihres Zustands, der Beschichtungen und möglicher Schadstoffbelastungen.
Wir stimmen Luftdichtung, Feuchtetransport, Wetterschutz und Anschlüsse aufeinander ab. Dabei berücksichtigen wir sowohl die Verarbeitungsvorgaben des Dämmstoffs als auch den gesamten Bauteilaufbau. Gerade bei einer Sanierung sehen wir uns vorhandene Schichten und ihren Zustand genau an.
Zuerst sehen wir uns den Bestand und die geplante Nutzung an. Gemeinsam klären wir Budget und Wünsche, dann stimmen wir den Aufbau auf Tragfähigkeit, Wärme-, Feuchte-, Schall- und Brandschutz ab. Wartung, Reparatur und Rückbau fließen in die Auswahl mit ein.
Wir besprechen Materialwahl, Aufbau und Anschlüsse anhand Ihres Vorhabens. Gemeinsam klären wir, welche Ausführung zum Bestand, zur Nutzung und zu Ihren Anforderungen passt.