Neuer Dachstuhl im Bestand
Projektbeschreibung
Geplant war eine Dachsanierung mit dem Ziel, eine hohe Förderstufe zu erreichen. Der dafür vorgesehene Aufbau mit 36 cm Zellulosedämmung und zusätzlicher Holzweichfaser wäre für die vorhandene Konstruktion jedoch zu schwer geworden. Deshalb entsteht auf dem bestehenden Gebäude ein vollständig neuer Dachstuhl. Die Sparrenhöhe richtet sich bei diesem Projekt nach der Dämmstärke; für die Tragfähigkeit allein wäre eine deutlich geringere Höhe ausreichend.
Zum Leistungsumfang gehören der neue Dachstuhl, die Dämmung zwischen und auf den Sparren, Dachfenster, Dacheindeckung und die Montage der Photovoltaikanlage. Hinzu kommen die Blecharbeiten an Traufe und Ortgang einschließlich Dachrinne sowie neue Holzrahmenwände im Innenraum.
Projektverlauf
Vom Rückbau bis zum aktuellen Stand, Schritt für Schritt dokumentiert.
Abriss des bestehenden Dachstuhls
Die Schichten des alten Dachaufbaus werden nacheinander abgetragen und die Materialien sauber getrennt. Holz, Bauschutt und weitere Bauabfälle werden in Containern und Säcken für die fachgerechte Entsorgung gesammelt.
Nachdem der alte Dachaufbau und das Tragwerk entfernt sind, wird der erhaltene Bestand für die neue Dachkonstruktion vorbereitet. Planen schützen die geöffneten Bereiche während der Arbeiten vor Witterung.
Aufrichten der neuen Konstruktion
Zuerst wird die neue Firstpfette mit dem Kran eingesetzt und vorerst auf Stützen abgesetzt. So kann anschließend das Auflager passend betoniert werden. Danach folgen die Sparren, die den neuen Dachstuhl auf dem bestehenden Gebäude bilden.
Mit der neuen Konstruktion wird auch die frühere Loggia überbaut. An der Traufe entstehen die Vorbereitungen für die Duo-Dachfenster. Ihre tiefe Position wird bereits beim Aufrichten berücksichtigt. Im Innenraum ergänzen neue Holzrahmenwände die vorhandenen Wände – hier wird das Zusammenspiel von Bestand und neuer Konstruktion sichtbar.
Montage der Aufsparrendämmung
Auf den Sparren wird eine zusätzliche Dämmschicht aus Holzweichfaser montiert. Sie führt die Dämmebene über die Holzkonstruktion hinweg und ergänzt die Dämmung in den Gefachen.
Anschließend wird die Unterdeckbahn auf der Holzweichfaser aufgebracht. Beim Einbau der Dachfenster wird sie sorgfältig an die Fenster angeschlossen, damit auch diese Übergänge sauber abgedichtet sind.
Einblasdämmung mit Zellulose
Zunächst werden die Gefache vollständig geschlossen. Mit einem speziellen Lochbohrer für Holzweichfaser wird anschließend in jedes Feld eine Einblasöffnung gebohrt. Durch diese Öffnung wird die Zellulose über einen Schlauch lückenlos in das Gefach eingeblasen.
So lässt sich das Dach frühzeitig dicht schließen. Der Dämmstoff kann danach flexibel und weitgehend unabhängig vom Wetter eingebaut werden.
Dachfenster als Duo-Lösung
Die Dachfenster werden als Duo-Lösungen angeordnet. Ein individuell an die Anforderungen angepasstes Anschlussdetail ermöglicht es, sie möglichst weit zur Traufe zu setzen. Zusammen mit den darunterliegenden Fassadenfenstern soll so möglichst viel Tageslicht in den Innenraum gelangen.
Die tiefe Position der Dachfenster hält zugleich einen möglichst großen Teil der darüberliegenden Dachfläche für die Photovoltaikanlage frei. Fensteranordnung, Traufanschluss und PV-Fläche sind so aufeinander abgestimmt.
Eindeckung & Photovoltaik
Den äußeren Abschluss bilden die neue Dacheindeckung und die Montage der Photovoltaikanlage. Die Anordnung der Dachfenster schafft dafür eine möglichst große nutzbare Dachfläche.
Die Blechteile an Traufe und Ortgang sowie die Dachrinne werden in Aluminium ausgeführt. Für die Gestaltung der Aluminiumbleche konnte aus einer breiten Farbpalette gewählt werden. So lassen sich die sichtbaren Blechteile farblich auf das Dach abstimmen.
Der Aufbau geht weiter
Wir begleiten die nächsten Bauabschnitte und ergänzen diese Dokumentation mit neuen Details und Bildern, sobald die Arbeiten fortschreiten.